Heise 27.02.2026
15:00 Uhr

heise+ | Neuer Schufa-Score: Mehr Transparenz, Kernprobleme bleiben


Mitte März geht der neue, einfachere Schufa-Score online. Wir erklären, wo er Verbrauchern nützt und wo vor allem ärmere Menschen benachteiligt bleiben.

heise+ | Neuer Schufa-Score: Mehr Transparenz, Kernprobleme bleiben

Will man in Deutschland einen Kredit aufnehmen, einen Mietvertrag abschließen oder ein Girokonto eröffnen, kann eine schlechte Schufa-Beurteilung der Bonität verheerend wirken. Deutschlands größte Auskunftei nimmt nun ein neues Berechnungsverfahren und Punktesystem für die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern wie im April 2025 angekündigt in den Livebetrieb. Als Starttermin hat sie den 17. März 2026 genannt. Der neue „Score“ soll nach einer Übergangsphase von mehreren Jahren den viel komplexeren und intransparenteren Vorgänger vollständig ablösen.

Mit einem kostenlosen und halbdenglisch „Schufa-Account“ genannten Benutzerkonto soll künftig jeder Verbraucher gespeicherte Einträge und Daten direkt bei der Auskunftei online einsehen können. Mehr noch: Im Schufa-Account kann jeder nachvollziehen, wie Verträge oder Käufe auf seine Kreditwürdigkeit wirken und simulieren, wie neue Einträge den Score verändern.

Wir haben uns den Schufa-Account in einer Betaversion angesehen. Außerdem erklären wir, wie das neue Berechnungsverfahren funktioniert, welche strukturellen Probleme es nicht löst und weshalb das neue Scoring für einige Menschen sogar eine Verschlechterung bringen kann – vor allem ärmere und jüngere.